ESB Logistik-Lernfabrik wird zum Werk150

Am Samstag, den 23.11.2019 war Tag der offenen Tür der neuen ESB Logistik und Lernfabrik, anhand dem Projekt sieht man sehr gute Beispiele unseres BeeWaTec-Rohrstecksystem im Einsatz. Diese Lernfabrik zeigt wieder die Vielseitigkeit des Rohrstecksystems auf und BeeWaTec hat sehr gerne dieses Projekt mit ihrem Material unterstützt.

Die ehemalige „ESB Logistics Learning Factory” erhält nun einen neuen Namen: Das Werkstestfeld der ESB Business School heißt jetzt Werk150. Die Studierenden können bei Werk150 den gesamten Produktionsprozess einer Fabrik erleben und optimieren, Wissenschaftler und Industriepartner nutzen ihn für eine Reihe von Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Erfahren Sie mehr über Werk150 und die Gründe für das Rebranding auf der Website: https://www.esb-business-school.de/fakultaet/aktuelles/meldungen/2019/esb-logistik-lernfabrik-wird-zum-werk150/

Aufbau der ESB Logistik-Lernfabrik startet

with BeeWaTec GmbH, our industrial partner from Pfullingen.

Geschäftiges Treiben und angeregte Diskussionen füllen die Forschungsräume der ESB-Logistik-Lernfabrik. Die Studierenden der Projektgruppe „Physikalische Feinplanung und Umsetzung der Logistik-Lernfabrik“ aus dem 2. Semester des Masterstudiengangs Operationsmanagement (Jonathan Avenell, Gabriela Blessing, Katrin Greiner, Theodor Hörmansperger, Judith Lambrecht, Christine Maurer, Moritz Neininger, Michael Rühl, Johanna Van der Merwe, Benedikt Zimmermann) sind mittendrin in der Planung und Ausgestaltung der ESB-Logistik-Lernfabrik, welche in diesem Semester zum ersten Mal im Rahmen eines Semesterprojekts in Pilotbetrieb geht.

Seitens der Professorenschaft wird der Aufbau der ESB-Logistik-Lernfabrik unter der Leitung von Professorin Dr.-Ing. Vera Hummel und Professor Dr.-Ing. Jochen Orso vorangetrieben. Darüber hinaus werden die Studierenden aktiv von den akademischen Mitarbeitern Jörg Bauer, Fabian Ranz und Jan Schuhmacher unterstützt. Den Rahmen dieser strategischen Aktivität bildet die Professoren-Fachgruppe Logistik der ESB Business School, die die Grobkonzeption mit ihrem Expertenwissen unterstützt: Harald Augustin, Wolfgang Echelmeyer, Manfred Estler, Rainer Kämpf, Peter Kleine-Möllhoff, Jochen Orso, Albrecht Öhler, Daniel Palm, Volker Reichenberger und Andreas Taschner.

Die ESB-LogistiklernfFabrik bildet eine innovative praxisorientierte Basis für eine interdisziplinäre zukunftsorientierte Infrastruktur für Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie für Forschungs- und Industrieprojekte. Sie bildet ein exemplarisches Logistikunternehmen mit der gesamten Wertschöpfungskette und wechselndem Produkt- und Dienstleistungsportfolio ab. Insbesondere werden Prozesse vom Wareneingang über die Lagerung, Kommissionierung, Produktion bzw. Montage und Distribution digital und physikalisch nachgebildet bzw. ganzheitlich untersucht. „Im Zusammenhang der ESB-Logistik-Lernfabrik sollen ebenso die Anforderungen und Einflüsse des Zukunftsprojekts „Industrie 4.0“, welches von der Bundesregierung im Rahmen der Hightech-Strategie ausgerufen wurde, erforscht und in Lehre und Weiterbildung praxisorientiert vermittelt werden“, erklärt Professorin Dr. Vera Hummel die Idee der Lernfabrik.

Ein zentraler Industriepartner dieses Projektes ist das regionale mittelständische Unternehmen BeeWaTec AG mit Sitz in Pfullingen. Die Firma BeeWaTec als Systemanbieter für wandlungsfähige Arbeits- und Logistiksysteme unterstützt dieses Vorhaben zum einen mit seinen innovativen Produkten wie dem Rohrstecksystem.Die Studierenden und akademischen Mitarbeiter erhalten entsprechende Kenntnisse, praktische Fähigkeiten sowie Impulse und Tipps direkt aus der Praxis. In Workshops lernen sie den fachgerechten Einsatz der bereitgestellten Systemlösung von den spezialisierten Fachleuten der Firma BeeWaTec AG.

 

So wurden den Studenten zum Beispiel im Rahmen des „BeeWaTec-Pipe-Racking-System“-Workshops am 20.03.14 die grundlegenden Kenntnisse zur selbstständigen Planung und Errichtung von Rohrbaukonstruktionen äußerst praxis- und anwendungsnah in Bezug auf die Erfordernisse der ESB-Logistik-Lernfabrik vermittelt. Acht Tage später ging es im Werk der BeeWaTec AG mit einem Workshop zum Themenbereich der Fahrerlosen Transportsysteme weiter. Die Studierenden konnten sich die wesentlichen Kenntnisse im Bereich der Gestaltung von Fahrlosen Transportsystemen zur Umsetzung in der ESB-Logistik-Lernfabrik auf Basis des Deichsel-Hubstaplers SPURMEISE praktisch aneignen. Ganz konkret durften sie die SPURMEISE entsprechend programmieren, so dass der Hubstapler eigenständig eine festgelegte Transportstrecke abfährt und schließlich eine Palette an einer festgelegten Stelle in der Fabrikhalle abholt und an einer anderen Stelle absetzt.

Lernen am Objekt könnte man die LLF – die ESB Logistik-Lernfabrik – auf einen Nenner bringen. Ein wandlungsfähiges skalierbares Logistik- und Arbeitssystem soll hier entstehen. Vera Hummel formuliert es wissenschaftlich so: „Die interdisziplinäre Lehr-, Anwendungs- und Forschungsinfrastruktur (ESB Logistik-Lernfabrik) hat zwei Aufgaben und Ziele: erstens stellt sie „State of the Art Demonstratoren“ für die Aus- und Weiterbildung der Studierenden bereit. Zweitens werden aktuelle Fragestellungen der angewandten Forschung bearbeitet und neue Methoden, Werkzeuge, zukünftige Technologien und Steuerungsmethoden für wandlungsfähige Arbeits- und Logistiksysteme entwickelt und getestet. Kontinuierlich fließen so diese Ergebnisse aus der angewandten Forschung in die Lehrveranstaltungen, die dadurch zu jedem Zeitpunkt auf dem aktuellsten Stand der Technik und Wissenschaft sind.“

Nach dem Motto „Aus der Region für die Region“ sollen Unternehmen unterschiedlicher Branchen mit- und voneinander profitieren. Es soll keine Konkurrenzsituation entstehen, sondern ein Weiterlernen von den Besten sein. Aus diesen Gründen unterstützt auch die Stadt Reutlingen das Vorhaben der Hochschule Reutlingen aktiv: Schirmherrin Barbara Bosch, Oberbürgermeisterin der Stadt Reutlingen: „Die Logistik-Lernfabrik wird dabei helfen, die exzellente Reputation des Wirtschafts- und Hochschulstandortes Reutlingen nachhaltig zu untermauern.“